05 August, 2015

Food: Lachs aus dem Ofen


Heute zeige ich euch eines meiner Lieblingsfischgerichte: Einen im Ofen gegarten Lachs auf viel mediterranem Gemüse und Kräutern. Ich bin immer wieder begeistert, wie saftig der Lachs bleibt und wie toll alles miteinander harmoniert. Außerdem ist das Rezept super einfach, macht aber gerade bei Besuch viel her. Und an alle die auf ihre Figur achten: Das Rezept ist Low Carb und damit perfekt für einen Sommerabend auf dem Balkon geeignet ;)

Ihr braucht für 2 Personen:

2 Lachsfilets
eine handvoll Cocktailtomaten oder zwei Fleischtomaten, oder beides :)
eine halbe Zucchini
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
ein paar getrocknete Tomaten aus dem Glas und das Öl
Oliven, je nach dem, ob ihr sie mögt
Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin, Oregano und etwas Zitronensaft

Das Gemüse wird, während der Ofen auf 120 Grad vorgeheizt wird, schon mal kleingeschnitten. Zuerst werden die Zwiebeln in etwas Öl der getrockneten Tomaten in einer Pfanne angebraten, dazu kommen dann der feingehackte Knoblauch und die Zucchinischeiben. Nach wenigen Minuten könnt ihr den Teil dann schon mal in eine Auflaufform geben, als nächstes werden in dieser Pfanne nämlich alle Tomatensorten und die Oliven angebraten und mit Salz, Pfeffer und den Kräutern abgeschmeckt. Als Richtwert könnt ihr etwa einen halben Teelöffel nehmen, was die Kräuter angeht. Während die Tomaten in der Pfanne gedünstet werden, wird der Lachs vorbereitet: erst gewaschen, mit Küchenpapier trocken getupft und dann gewürzt und mit etwas Zitronensaft beträufelt. Ich habe zum Würzen eine "Italien-Würzmischung" genommen - war super lecker. Darunter waren z.B. Basilikum, Paprikapulver, Oregano, Petersilie, Knoblauch und Zwiebeln. Ich habe den Lachs dann großzügig damit eingerieben und die Tomaten und Oliven in die Auflaufform gegeben. Alles einmal umgerührt und dann kann auch schon der Lachs drauf und in den Ofen. Ich habe meinen Lachs etwa 20-25 Minuten im Ofen, weil mein Freund in nicht so glasig mag. Nach der Zeit ist er durch, aber immer noch schön saftig :)


31 Juli, 2015

HOME: Was ist Heimat?

Da hat die liebe Jenni mit ihren Fragen ganz schön ins Schwarze getroffen :D Ihr letzter Beitrag auf ihrem Blog ging um das Thema Heimat, sie hat einen echt tollen Text geschrieben, den ihr hier nochmal nachlesen könnt. Gleichzeitig hat sie mir dazu diese Fragen gestellt:

Gibt es etwas Bestimmtes, das du mit deiner Heimat verbindest?
Warst du schon mal in der Situation, dass du eine/deine Heimat vermisst hast ?
Ist Heimat für dich ortsgebunden oder kann sie überall sein ?
Wie beschreibst du dein Heimatgefühl ?


Es ist der perfekte Moment, um darüber zu schreiben. Ich bin jetzt noch nicht mal einen Monat wieder zurück aus Pisa und denke ständig darüber nach. Fast ein halbes Jahr nicht zuhause gewesen zu sein, ist ein sehr komisches Gefühl, vor allem wenn man zurückkehrt. Ich hatte bei meiner Entscheidung sechs Monate eine Fernbeziehung zu führen von Anfang an keine Bedenken, wie es manchmal andere haben. Fünf Jahre Beziehung schweißen so sehr zusammen, dass es unglaublich schwer ist sich voneinander zu trennen. Und das meine ich jetzt in beiden Sinnen. Der Abschied von meiner "Heimat" war so unglaublich schwer für mich, dass ich umso mehr darauf hinfieberte wieder zurück zu kommen. Und das beschreibt mein Heimatgefühl ganz gut: meine Heimat sind Orte an denen ich mich geborgen fühle, weil ich viele Erinnerungen damit verbinde. 
Da steht an allererster Stelle mein Freund, unsere Wohnung und unser gewohntes Zusammenleben seit über zwei Jahren. Mein Elternhaus und die ganze Gegend drum herum mit meiner Schule und den Orten an denen ich mich mit meinen Freunden getroffen habe. Aber auch jedes Zuhause von meiner Verwandschaft - auch das Haus in dem meine Cousine lebt, ist ein Zuhause für mich ♥ Das alles zusammen macht meine Heimat aus und deswegen könnte ich niemals überall sein. Mein Heimatgefühl wird durch diese Menschen erschaffen und das habe ich in Pisa so sehr gemerkt. Auch wenn ich mich in Pisa schnell eingelebt habe, das Gefühl ist einfach nicht dasselbe, wenn man ohne seine bessere Hälfte lebt. Und Skype kann die Nähe auch nicht wiederherstellen, die einem in solchen Moment, so weit von der Heimat entfernt, fehlt. 

Es würde mir jetzt sehr schwer fallen alles stehen und liegen zu lassen, um in eine andere Stadt zu ziehen, die weit entfernt von meiner Familie und meinen Freunden ist. Ich bewundere zwar Menschen, die sich in Abenteuer stürzen und unbedingt auswandern wollen, ein neues Leben in einer anderen Stadt anfangen und sich alles neu aufbauen, aber ich habe meine Zuflucht gefunden in der ich mir meine Zukunft einfach nur zu gut vorstellen kann. Ich liebe dieses Heimatgefühl und die Menschen, die dazugehören.

19 Juli, 2015

HOME: Mein schönster Flohmarkt-Fund (+DIY)

Und das ist er: Genau der Tisch, den ich seit Monaten gesucht habe. Ein kleiner Beistelltisch aus den 50er Jahren, dreibeinig mit genialer Form. Perfekt als neuer Nachttisch. Die Zuckerdose und das Apothekerglas mussten natürlich auch gleich mit, aber an dem Tisch kann ich mich wirklich nicht satt sehen. Zuerst zeige ich euch paar Fotos vor meinem kleinen Makeover:


So schön die Holzfarbe auch ist, leider musste die Oberfläche über die Jahre einige Kratzer erleiden und deswegen habe ich mich kurzerhand für ein Mini-DIY entschieden. Es gibt nämlich nichts Besseres als Alt und Neu zu kombinieren und den Dingen einen eigenen Touch zu verleihen. Und ich muss schon sagen, ich bin super zufrieden mit der Marmor-Optik-Folie. Zuerst hab' ich den Umriss mit einem Bleistift auf die Rückseite der Folie übertragen, mit einer Schere ausgeschnitten und dann auf die Tischoberfläche gelegt und mit meinem Fingernagel in die Ränder gedrückt, damit sie millimetergenau reinpasst. Hat auch super gut geklappt, schnell noch die Oberfläche mit Reinigungsmittel entstaubt, Schutzfolie ab und drauf geklebt. Die überschüssigen Millimeter habe ich am Rand entlang mit einem Cutter abgeschnitten. Wer also am Wochenende mal nichts zu tun hat, aber unbedingt ein bisschen was verändern möchte, kann sich da ruhig ranwagen. Ich war nach weniger als einer Viertelstunde fertig und liebe die Kombi :)

Wie gefällt sie euch?

Ich hab' mich auch gleich mal hingesetzt und verschiedene Deko-Möglichkeiten ausprobiert. Ich liebe den Mix zwischen meinen Flohmarktfunden und den modernen Sachen. Hier meine liebsten Varianten:


Nummer 1: "Ich komm' nur mit einem Espresso aus dem Bett"



Nummer 2: "Ein bisschen Toskana-Feeling"

Mit einem Kupferschälchen, das ich vor einem Jahr auf dem Flohmarkt gefunden habe und meine gesammelten Muscheln aus Tirrenia während meiner Zeit in Pisa. Perfekt für alle, die sich fragen, was man so mit Urlaubsmuscheln anfangen kann.


Nummer 3: "Tagebuch-Reminder: Schöne Gedanken festhalten"


Und was ist euer Favorit? :)

30 Juni, 2015

Italien: Der Vatikan und seine Museen


Ich warne am besten gleich schon zu Beginn: Der Post zum Vatikan ist in etwa so groß, wie mein Eindruck. Also gigantisch. Man weiß einfach nicht wohin man zuerst schauen soll und ich war ganz besonders überwältigt die ganzen Kunstwerke mal in echt zusehen. Wenn man Kunstgeschichte studiert ist Rom sozusagen eines der Nummer 1 Ziele, die man einfach sehen muss. 
Dementsprechend war der zweite Tag auch eine kleine Herausforderung: Hier schon mal der erste Tipp, wir waren um halb 9 auf dem Petersplatz um in den Dom zu kommen. Anstehzeit vielleicht zwei Minuten, als wir wieder rausgekommen sind, ging die Warteschlange um den Domplatz herum. Wir konnten uns richtig viel Zeit lassen im Petersdom, ich war erst einmal total erschlagen, weil alles so enorm groß und einfach alles verziert ist. Seht die Bilder also nicht als Spoiler, ihr müsst euch das einfach selbst ansehen, die Fotos werden euch die Kinnlade eh nicht runterfallen lassen. Die Proportionen sind noch hundertmal gigantischer.

Danach ging es für 7 Euro auf die Kuppel, was ihr euch auch auf keinen Fall entgehen lassen solltet. Die Vatikanischen Gärten haben wir damit von oben gesehen, reingegangen sind wir aber nicht, weil man sie ohne dazugebuchte Tour nicht besichtigen kann. Dafür haben wir dann die Zeit genutzt die letzte Postkarte zu schreiben und sie dann mit der Vatikanischen Post abzuschicken. In der Hoffnung natürlich, dass diese schneller ist als die italienische. Leider hat dann aber der Poststreik einen Strich durch die Rechnung gemacht. War aber schon ganz cool heilige Post zu verschicken, so als running Gag :D 



Ihr kennt ja das mit der Ruhe vor dem Sturm... So war es dann auch mit den Vatikanischen Museen. Wir hatten im Voraus Tickets im Internet bestellt, um die Warteschlange am Eingang zu vermeiden und waren dann auch super schnell drinnen. Übrigens ist der Weg vom Petersdom bis zum Eingang der Museen nicht gerade der kürzeste. Ich hatte mich eigentlich wirklich sehr auf die Museen gefreut, vor allem auf die Sixtinische Kapelle selbstverständlich, aber auch auf die von Raphael ausgemalten Säle. 

Im Endeffekt habe ich mich aber gefühlt, wie in einem Hühnerstall mit Bodenhaltung. Keine Luft, zu viele Menschen und man bekommt nichts von der Atmosphäre mit außer, dass da ganz viele schwitzende, mit Kameras ausgestattete, laute, müde Menschen sind. Und einige Kinder, die sich das ganze genauso antun müssen und dann schreien und quengeln. Und dazu kommen dann noch die Reisegruppen aus aller Welt. Läuft oder? Man marschiert also im Pulk durch die Gänge, wird entweder von Kinderwägen angefahren oder jemand tritt einem in die Ferse. Ich hab' die Vollbremsungen noch nicht erwähnt, wenn jemand plötzlich vor einem stehen bleibt und unbedingt ein Foto machen muss. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie viel man dann in einem Saal mit hunderten Leuten sieht, also fast gar nichts. Gott sei Dank sind alle Decken bemalt, dann konnte man auch mal "ohhh" und "ahhh" sagen statt "scheisse", "ich hab kein Bock mehr", "Luuuuft" und "wann hört das Ganze hier auf". Von Raphaels Sälen habe ich dementsprechend nicht viel mitbekommen, war einfach zu voll und ich hab mich so bedrängt gefühlt, dass wir dann auch einfach weitergelaufen sind. 

Eine Pause konnte man dann in dem Teil der zeitgenössischen Kunst machen, wenn man mal keine Lust mehr auf Menschen im Nacken hatte. Diese wurde von 90% der Masse ignoriert und damit weiter den Schildern Richtung Sixtinische Kapelle gefolgt. Läuft bei denen. Da waren ja eigentlich echt paar coole Sachen dabei, aber ehrlich gesagt, selbst mir als Kunstgeschichtsstudentin wurde es dann einfach zu blöd. Ich wollte dann auch nur noch die berühmte Kapelle sehen und dann so schnell wie möglich weg. 

Das Gebäude ähnelt viel mehr einer touristischen Massenabfertigung und keinem Museum, aber dazu komme ich jetzt: Man kommt auf die Kapelle zu und dann der erste Blick hinein: "Wow". "Unglaublich wie viele Menschen hier reinpassen". "No photo." "Sir, no photos". "NOOOOOOO PHOOOOOOTOOOOO". Und das ist das was bei mir hängengeblieben ist. Großartig oder? Hunderte Menschen, die mit ihren Handys und iPads unauffällig Fotos machen und dann dieses Rumgeschreie der Security. Sehr andächtige Stimmung in der Kapelle, muss man schon sagen. Aber was will man da meckern - gehört halt zu den Top Ten in Rom, was man sehen sollte. 


Nach meinem Schock in den vatikanischen Museen haben wir uns erst mal auf den Grünflächen erholt. Danach ging es dann weiter mit unserem Hardcore-Kulturtag. Der nächste Post zeigt dann die Gegend an der Piazza del Popolo und die Galleria Borghese mit den Bernini Statuen. Dann gibt's dann auch einen kulinarischen Tipp, nach dem Vatikan gab's nämlich nur ne Cola und ein Stück Vatikan-Pizza unten im Museum. War ganz okay :D

P.S.: Falls das jetzt wirklich jemand bis zum Schluss gelesen hat, dafür gibt's ein Fleißsternchen *! <3